VORTRIXE & OKMO 916 Vintage-Benzinmotormodell mit unabhängiger Ölpumpe und gehontem Zylinder
- Regulärer Preis
- $539.99
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| Material | Messing + Aluminiumlegierung + Holz |
| Konfiguration | Betriebsbereit (RTR) |
| Hubraum | 3.6cc |
| Bohrung | 16 mm |
| Hub | 19 mm |
| Kühlungsmethode | Wassergekühlt |
| Schmierungsmethode | Unabhängige Ölkanalschmierung |
| Startmethode | Handstart / Start mit elektrischer Bohrmaschine |
| Zündmethode | CDI-Impulszündung |
| Zündkerzentyp | Zündkerze mit 3/16-40-Zollgewinde |
| Kraftstoffart | Benzin mit 95 Oktan oder höher |
| Schmiermitteltyp | 5W-40 Motoröl / 4-Takt-Motoröl |
| Stromquelle zum Starten | 1.5V AA-Batterie *1 (nicht im Lieferumfang enthalten) |
| Produktgewicht | 1810g |
| Produktabmessungen | 14.5 x 11 x 14.5 cm |
| Lieferumfang | 1* Motormodell; 1* Starterstange für elektrische Bohrmaschine; 1* Zubehörset; 1* Bedienungsanleitung |
Wenn fundierte Quellen zur Motorengeschichte von „Deutz 916“ sprechen, ist damit kein moderner Automobil- oder Lkw-Motor gemeint. Die Bezeichnung verweist auf eine deutlich ältere Industriemaschine: den Deutz MAH 916, einen horizontalen Einzylinder-Viertakt-Dieselmotor mit etwa 120 × 160 mm Bohrung und Hub, rund 1,81 Litern Hubraum und einer Leistung von ungefähr 16–18 PS bei etwa 1.300–1.500 U/min, abhängig von Ausführung und Quelle.
Diese Motoren gehörten zur Welt der stationären Antriebe, Landmaschinen, Pumpen, Generatoren und Werkstattausrüstungen— einer Welt, die von Gusseisen, schweren Schwungrädern, mechanischer Einfachheit und Maschinen geprägt war, die für jahrzehntelangen Betrieb ausgelegt waren.
Der OKMO 916 ist keine wortwörtliche 1:X-Benzin-Nachbildung des MAH 916. Wäre dies der Fall, würde daraus ein ungewöhnlich langer horizontaler Motor entstehen, der als praktisches Desktop-Modell nur wenig sinnvoll wäre.
Stattdessen verfolgt der OKMO 916 einen in der Modellmotorenwelt vertrauteren Ansatz: Er übernimmt die mechanische Formensprache und die Systemphilosophie früher Deutz-Einzylinder-Stationärmotoren, insbesondere von Maschinen aus der MAH-914/916-Familie, und passt diese Ideen an die praktischen Anforderungen eines kleinen funktionsfähigen Modells an.
Das Ergebnis ist ein kompakter, vertikaler, wassergekühlter Viertakt-Benzinmotor, der für den Betrieb auf dem Schreibtisch konzipiert ist und dabei einen großen Teil des Charakters klassischer Industriemaschinen bewahrt.
Die Wurzeln von Deutz reichen bis ins Jahr 1864 zurück, als N. A. Otto & Cie in Köln gegründet wurde. Das Unternehmen wird weithin mit den Anfängen der kommerziellen Fertigung von Verbrennungsmotoren in Verbindung gebracht.
Im Jahr 1876 entwickelte Nikolaus August Otto den experimentellen Viertaktmotor, der zu einem der prägenden Meilensteine in der Geschichte des Verbrennungsmotors werden sollte. Frühe Motoren dieser Epoche waren typischerweise gasbetriebene, langsam laufende Maschinen, deren Konstruktionsprinzipien sich später in der industriellen Motorenfertigung verbreiteten.
Aus dieser technischen Entwicklung gingen schließlich mehrere optische und mechanische Merkmale hervor, die Liebhaber unmittelbar mit klassischen Stationärmotoren verbinden:
Diese Kombination aus offen sichtbarer Mechanik, funktionaler Einfachheit und massiver Industriekonstruktion schuf eine Ästhetik, die bis heute unverwechselbar ist.
Unter den klassischen Deutz-Stationärmotoren gehört der MAH 916 zu den Modellen, die in erhaltenen Dokumentationen und Aufzeichnungen von Enthusiasten eindeutig identifiziert werden können.
Typische technische Daten umfassen:
Optisch sind Motoren dieser Familie sofort an ihren großen Schwungrädern, massiven Kurbelgehäusen und Seitendeckeln, offen sichtbaren Befestigungselementen, erhöht angeordneten Tanks oder Kühlbehältern sowie ihrem unverkennbar schweren industriellen Erscheinungsbild zu erkennen.
Aus diesem Grund lässt sich die Bezeichnung „916“ beim OKMO-Modell sinnvoll als stilistische Hommage an die Ära der Deutz-Einzylinder-Stationärmotoren verstehen und nicht als Behauptung, dass das Modell eine maßlich exakte Nachbildung eines MAH 916 sei.
| Kategorie | Historischer Einzylinder-Motor aus der Deutz-Ära | OKMO 916 Desktop-Modell | Was übernommen wurde |
|---|---|---|---|
| Arbeitsverfahren | Viertakt | Viertakt | ✅ Gleiches grundlegendes thermodynamisches Arbeitsprinzip |
| Zylinderanordnung | Horizontal | Vertikal | ❌ Für kompakte Desktop-Abmessungen, einfachere Bearbeitung und Wartung angepasst |
| Kraftstoff / Zündung | Diesel / Selbstzündung durch Verdichtung | Benzin mit mindestens 95 Oktan / CDI-Funkenzündung | ❌ Benzin und Funkenzündung sind bei diesem Miniatur-Hubraum deutlich praktikabler |
| Kühlung | Flüssigkeits- / Verdunstungskühlung je nach Konstruktion | Wasserkühlung mit Vorratsbehälter | ✅ Behält ein funktionales Kühlsystem bei, anstatt ausschließlich auf Luftkühlung zu setzen |
| Schmierung | Spritz- und/oder Druckumlaufschmierung je nach Ausführung, mit Wartungspunkten für Öl | Unabhängiges Schmiersystem mit Kolbenölpumpe, internen Ölkanälen, Ölmessstab und Ölablassschraube | ✅ Eine der stärksten Parallelen zur Konstruktion vollwertiger Industriemotoren |
| Drehzahl- / Lastregelung | Mechanischer Drehzahlregler mit Einfluss auf das Kraftstoffsystem | Einstellbarer Vergaser und Gasgestänge; die CDI übernimmt die Zündauslösung | ⚠️ Ähnliches Ziel, jedoch mit einer moderneren Miniaturmotor-Lösung umgesetzt |
| Materialien & Verschleißflächen | Gusseisen, Stahlwellen sowie bearbeitete Lager- und Zylinderflächen | Messing + Aluminiumlegierung + Holz, mit gehonter Zylinderlaufbuchse aus Gusseisen und Metallkolbenringen | ✅ Das Laufbuchsen-und-Kolbenring-Konzept bringt echte motorentypische Verschleißflächen in das Modell |
Optisch lässt sich der OKMO 916 am besten als Interpretation des Charakters und der mechanischen Formensprache klassischer Stationärmotoren beschreiben und nicht als maßstabsgetreue Replik.
Wirklich interessant wird die Ähnlichkeit bei der Konstruktionsphilosophie.
Das Modell übernimmt Merkmale wie eine eigenständige Wasserkühlung, einen unabhängigen Schmierkreislauf, einen Ölmessstab, eine Ölablassstelle, ein wartungsfreundliches Zylinderlaufbuchsen-Konzept, massive Schwungräder und gut zugängliche mechanische Einstellmöglichkeiten.
Mit anderen Worten: Es kopiert nicht einfach nur die Silhouette eines alten Motors. Vielmehr versucht es, einen Teil der technischen Konsequenz eines vollwertigen Stationärmotors auf Desktop-Größe zu übertragen.
Ein Hubraum von nur 3,6 cm³ mag winzig klingen, doch der Hubraum allein entscheidet nicht darüber, ob sich ein Motor wie ein ernst zu nehmendes mechanisches Modell anfühlt.
Entscheidend ist, wie die Arbeits- und Verschleißflächen ausgeführt sind.
Der OKMO 916 verwendet eine präzisionsgehonte Zylinderlaufbuchse aus Gusseisen mit Metallkolbenringen. Das ist ein wichtiges Detail für jeden, der mit funktionsfähigen Miniaturmotoren vertraut ist.
Anstatt sich ausschließlich auf eine beschichtete oder vereinfachte Zylinderoberfläche zu verlassen, sorgt die Kombination aus gehonter Gusseisenlaufbuchse und klassischen Metallringen für eine wesentlich traditionellere Verbrennungsmotor-Konstruktion.
Genau solche Details lassen einen Miniaturmotor weniger wie ein bewegliches Schaustück und mehr wie eine tatsächlich wartbare Maschine wirken.
Eines der interessantesten Merkmale des OKMO 916 ist, dass die Schmierung nicht nur als Nebensache behandelt wird.
In die Kurbelwelle und das Pleuel sind spezielle Ölkanäle integriert, die über eine Kolbenölpumpe mit Schmierstoff versorgt werden.
Das Öl wird über die Ölmessstaböffnung an der Rückseite des Motors eingefüllt. Verwendet werden kann 5W-40 oder Viertakt-Motoröl. Gebrauchtes Schmiermittel lässt sich später über die hintere Ölablassschraube ablassen.
Dieser Wartungsablauf kommt der Pflege eines echten Motors deutlich näher, als vor jedem Lauf lediglich einige Tropfen Öl auf offenliegende Lager zu geben.
Für technisch orientierte Sammler dürfte dies eines der interessantesten Merkmale des gesamten Modells sein.
Das Kühlsystem ist funktional und nicht rein dekorativ.
Der Motor verwendet ein Wasserkühlsystem mit Vorratsbehälter. Vor dem Betrieb muss Kühlwasser eingefüllt und zur Lagerung anschließend wieder abgelassen werden.
Für ein funktionsfähiges Einzylinder-Viertaktmodell verleiht dies dem Motor deutlich mehr mechanischen Charakter, als lediglich Kühlrippen in den Zylinder zu fräsen und es dabei zu belassen.
Das Start- und Zündsystem umfasst:
Die Vergasernadel ist ab Werk voreingestellt, kann jedoch weiterhin feinjustiert werden, um sie an unterschiedliche Betriebsbedingungen oder Kraftstoffeigenschaften anzupassen.
Diese Einstellbarkeit ist wichtig, denn das Abstimmen gehört zum Reiz eines echten funktionsfähigen Modellmotors.
Sie drücken nicht einfach nur einen Knopf und sehen einer Animation zu—Sie bedienen einen echten Miniatur-Verbrennungsmotor.
Ein Einzylinder-Viertaktmotor erzeugt nur einen Arbeitstakt pro zwei Kurbelwellenumdrehungen.
Dadurch ist die Trägheit der Schwungräder besonders wichtig.
Der OKMO 916 verwendet zwei Schwungräder aus Edelstahl, deren zusätzliche Rotationsträgheit dabei hilft, die Kurbelwelle durch die nicht antreibenden Takte zu führen und dem Motor einen langsameren, gleichmäßigeren Leerlauf zu ermöglichen.
Und natürlich gibt es noch einen weiteren Grund, warum Enthusiasten große Schwungräder lieben:
Auf einem Desktop-Motor sieht kaum etwas besser aus als zwei polierte Räder, die sich langsam drehen, während Ventiltrieb und Kurbelmechanismus daneben sichtbar arbeiten.
Das ist klassischer Stationärmotor-Charme im Miniaturformat.
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